Beleuchtung an der Ringstraße

Beleuchtung an der Ringstraße

Ich weiß ja nicht, wie oft ihr Abends an der Ringstraße vorbei kommt, wenn es dunkel ist. Da ich in der Nachbarschaft wohne, ist dies bei mir schon das ein oder andere Mal der Fall gewesen und das ist schon etwas unheimlich. Der Grund: Seit dem Sturm Ela gibt es dort keine Straßenbeleuchtung mehr. Diese war zwischen den Häusern aufgehängt und beim Sturm so stark beschädigt worden, dass sie abgebaut wurde. Am Abend des WM-Sieges habe ich dieses Bild der hupenden Massen geschossen:

ringstraßeSoviel ist natürlich um Mitternacht selten dort los, aber der Gegensatz macht es vielleicht trotzdem deutlicher, als wenn ich einfach ein schwarzes Bild genommen hätte 🙂 Die Straße kann man jedenfalls nur an den Autos erkennen.

Nun bahnt sich die Lösung an: Neue Lampen kommen in Form von Lichtmasten im Mittelstreifen. Der Grund für diese komplett neue Lösung: Sie ist günstiger und vor allem etwas einfacher zu handhaben, wenn es um die Umgestaltung der Ringstraße geht.

Die neuen Lampen kommen nämlich zu einem ungünstigen Umzug: In der nächsten Zeit sollte die Ringstraße nämlich umgestaltet werden und dabei stellt sich natürlich auch die Beleuchtungsfrage.

Die Verwaltung stellt in einem Vorschlag für den Verkehrsausschuss (PDF Datei) nun die Planung von Lichtmasten vor, die in etwa 10 Meter Höhe für Licht sorgen werden. Diese stehen auch einer eventuellen Umplanung nicht im Weg:

„Bei einer späteren Umgestaltung der Ringstraße können diese neuen Materialien
weiterhin im Bestand verbleiben, müssen dann lediglich ohne großen Aufwand an die
dann ausgewählten neuen Standorte – je nach Straßenquerschnitt – versetzt werden.“

Kostenpunkt sind etwas weniger als 250.000 Euro. Eine ähnliche Verkabelung wie bisher würde ca. 400.000 Euro kosten. Die Umbaumaßnahmen sollen möglichst nachts, zwischen 9 und 14 Uhr oder am Wochenende erfolgen, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen.

Zu den erwartenden Lärmbeeinträchtigungen in der Nacht für die Menschen, die tagsüber schon von zuviel Lärm geplagt sind, steht dort ebenso wenig wie von einem Baubeginn. Beide (und gerne weitere) Frage werde ich aber an unseren Vertreter dort im Ausschuss weitergeben. Beschlossen wird dies am 28. August.

 

Baustellenzufahrt am Heinrich-König-Platz

Gestern war ich bei einem Ortstermin eingesprungen, unter dem ich mir zunächst nicht viel vorstellen konnte. Es ging um die Baustellenzufahrt am Heinrich-König Platz. Dort wird bekanntlich schon seit und noch einige Zeit gebaut, um das Loch mitten in der Innenstadt zu verfüllen. Ich dachte zunächst, es hätte Bürgerbeschwerden oder ähnliches gegeben, aber in Wirklichkeit ging es um die Frage, wie die LKW mit dem „Füllmaterial“ für den Trog anreisen sollen.

Baustellenzufahrt Heinrich-König Platz Weiterlesen

Bezirksvertretung 13.November 2013

Gestern gab es wieder eine Sitzung der Bezirksvertretung Mitte  – die letzte in diesem Jahr. Die komplette Tagesordnung könnt ihr hier einsehen, in meinem Bericht wieder eher Schwerpunkte aus meiner Sicht. Bei Fragen zu anderen Themen einfach kommentieren 🙂

Rosa-Böhmer-Platz

Von Andreas Jordan und dem Gelsenzentrum war der Vorschlag eingereicht worden, den Platz zwischen Kinderbücherei und dem „Weißen Riesen“ nach Rosa Böhmer zu benennen. Diese war 1933 in Gelsenkirchen geboren und wurde unter den Nationalsozialisten im Dritten Reich als Sintezza verfolgt und im August 1943 in Auschwitz ermordet worden. Ein Rosa-Böhmer Platz würde deshalb stellvertretend an die Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma erinnern.

Seitens der Verwaltung bestehen gegen die generelle Benennung keine Bedenken, nur der Ort wurde als „nicht angemessen“ beschrieben. So wird diese Fläche zu wenig genutzt, sei versteckt und verschattet. Eine Alternativlösung konnte die Stadt allerdings nicht vorschlagen, da weder an ihrem Wohnort in der Bergmannstraße, noch im Umfeld der ehemaligen „Zigeuner-Lagerplätze“ freie Flächen zur Verfügung ständen.

Ich hab mich mit der Entscheidung gestern schwer getan, gerade weil keine Alternative in Aussicht ist. Dahinter steckt die Befürchtung, dass diese notwendige Erinnerung nun in Vergessenheit gerät. Deshalb habe ich der Verwaltungsvorlage, die die Bennenung ablehnte, auch nicht zugestimmt, sondern mich enthalten. Auch wenn ich es angesichts der zunehmenden Diskussion auch über Sinti und Roma wichtig gefunden hätte, einen solchen Ort der Erinnerung zu schaffen, hielte ich einen Schnellschuss aber auch in der Tat für problematisch.  Nur um jetzt einen Platz zu haben einen vielleicht unpassenden zu wählen, wäre der Erinnerung an dieses Mädchen und generell den Opfern des Nationalsozialismus nicht gerecht. Dennoch werde ich weiter ein Auge auf diese Frage haben und auch in der nächsten Wahlperiode Nachfragen zur Benennung eines Ortes stellen, wenn sich in der Sache nichts tut.

Übrigens: WAZ und auch Gelsenzentrum haben hierüber berichtet.

Spielplätze I: Sanierung in 2014

Einen weiteren Tagesordnungspunkt hatte die SPD beantragt: Der zu sanierende Spielplatz 2014 sollte bereits jetzt festgelegt werden. Zum Hintergrund: Jeder der Stadtbezirke in Gelsenkirchen bekommt pro Jahr einen gewissen Geldbetrag zur Verfügung gestellt1, mit dem  Spielplätze im Bezirk saniert werden können. Um es vernünftig zu machen reicht meistens das Geld nur für einen Spielplatz aus.

In der Regel macht die Verwaltung einen Vorschlag mit Kennzahlen und auch der ein oder anderen Alternative. Nun war es so, dass die SPD im Vorfeld bereits einen Vorschlag mit in ihren Antrag gepackt hatte, was ich als etwas unglücklich empfunden habe. Eine „neutrale“ Darstellung durch die Verwaltung halte ich für angemessener und auch vorbereiteter als den Vorschlag der Mehrheitsfraktion.

In der Sitzung hatte die Verwaltung allerdings einen anderen Vorschlag, der dann von der SPD auch übernommen wurde: Auf dem Spielplatz im Kinderland im Nordsternpark war ein teures Spielgerät ausgefallen, was auch nicht einfach durch Ersatzbeschaffungen2 auszugleichen ist. Daher wurde kurzerhand der Antrag geändert und diesem Spielplatz das Geld zugewiesen.

Den Zeitpunkt kann man im übrigen nur begrüßen. In der Vergangenheit wurde diese Entscheidung Anfang des Jahres getroffen, so dass die Sanierung im Sommer oft nicht abgeschlossen war. Mit einer Entscheidung schon im Vorjahr kann dies dann zur richtigen Zeit angegangen werden.

Spielplatz II: Elisabethplatz

Die Überschrift passt nur sehr begrenzt: Das Bürgerbündnis Gelsenkirchen3 stellte den Antrag den Elisabethplatz in der Altstadt in einen Spielplatz umzuwidmen. Hintergrund sind Lärmbelästigungen durch Fußballspieler und Verunreinigungen und alkoholisierte Personen auf dem Platz.

Die Verwaltung hat zu dem Tagesordnungspunkt einen ausführlichen Vorschlag zur Umgestaltung des Platzes vorgelegt. Nach diesem wird die dort befindliche Bank im hinteren Teil des Platzes abgebaut und generell an den Wänden und dem Bereich zu den Wohnungen eine verstärkte Bepflanzung vorgenommen. Dies führt dann dazu, dass auch das Ballspielen gegen die Hauswand unattraktiver wird. In der Mitte des Platzes wird zudem mit neuen Spielgeräten das großflächige Fußballspielen etwas eingedämmt. Sitzmöglichkeiten werden in Richtung Weberstraße geschaffen, um eine kleine Barriere zu bieten. Für das Ball spielen wird aber geprüft, inwiefern sich im Umfeld weitere Bolzplätze schaffen lassen.

Der Antrag vom BBG war damit hinfällig und wurde auch zurückgezogen. Ich finde die Entwicklung des Platzes durchaus positiv. Vor einigen Jahren hatten wir erlebt, dass er gar nicht angenommen wurde, jetzt vielleicht schon zuviel oder durch „falsches“ Publikum. Die Nachbesserungen machen damit sicherlich Sinn, auch wenn das Fußballspielen von Kindern und Jugendlichen wirklich als ein Ruf nach vernünftigen Möglichkeiten verstanden werden muss.

Spielplatz III: Stadtgarten

Nur weil ich gerade von Spielplätzen so viel schreibe der Hinweis, dass auch der Spielplatz im Stadtgarten4 im Frühjahr 2014 überholt wird. Die Spielgeräte dort mussten in der Vergangenheit abgebaut werden, da sie den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügten und damit kann er seit einiger Zeit nicht mehr zum Spielen genutzt werden.

Anfragen

Ich habe gestern auch drei Anfragen gestellt:

  • Die erste Anfrage basierte auf einer zum Müll auf dem ehemaligen Parkplatzgelände in der Augustastraße. Hier wurde angegeben, dass sich das Gelände in städtischem Besitz befindet und ich wollte einfach nur wissen, ob es Planungen oder Ideen für das Gelände gibt. (Anfrage Augustastraße Parkplatzgelände)
  • Anfrage zwei beschäftigt sich mit der Kurt-Schumacher-Straße. Ich hatte hier ja schon mal auf Tempo 50 hingewiesen, wollte aber wissen, ob die Stadt Erhebungen dazu hat, ob diese neue Geschwindigkeitsbegrenzung angenommen wird und damit bekannt ist, ob man durch Hinweise auf die neue Geschwindigkeit hinweist5 und auch ob die Ampelanlage existiert. (Anfrage Kurt-Schumacher Straße 50)
  • Die letzte Anfrage beschäftigte sich dann mit den Fahrgastunterständen am Bahnhof Zoo. Die Stadt hatte beschlossen diese zu renovieren und dann festgestellt, dass dies im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Bahn liegt. Ich wollte nun wissen, ob es Gespräche mit der Bahn gibt, wie weit diese wären und ob es theoretisch denkbar wäre, dieses Geld dennoch für die Renovierung der Unterstände zu nutzen. (Anfrage Fahrgastunterstände Bahnhof Zoo)
  1. 2013 waren es 21.500 Euro []
  2. ein weiterer „Topf“ für die Finanzierung von Spielplätzen []
  3. in den Rat gekommen als DIE LINKE []
  4. in der Nähe vom Maritim und der Fußgängerunterführung []
  5. entfernte Schilder wirken m.E. nur begrenzt []
Bezirksvertetung 7. November 2012

Bezirksvertetung 7. November 2012

Gestern war wieder Bezirksvertretung – die letzte im Jahr 2012. Die komplette Tagesordnung kann man hier einsehen, hier nur zu einigen Punkten Anmerkungen:

Schalker Verein

Unter anderem wurde ein kurzer Sachstandsbericht zum Gelände des Schalker Vereins gegeben. Das ehemalige Industriegebiet soll ja jetzt aufgewertet werden und teilweise ist dies ja schon geschehen. Gerade am ehemaligen Schalthaus (nähe Wildenbruch- und Ückendorfer Straße) wurde bereits ein Platz geschaffen, der Nachmittags wohl auch schon sehr gut angenommen wird und es gibt weitere Angebote für Jugendliche. Dennoch ist mein Eindruck, dass gerade in den Abendstunden der Ruf entsteht sich dort lieber nicht aufzuhalten. Ich selber war schon bei einem – wenn dann auch gimpflich ausgegangen – Angriff und unprovozierten Pöbeleien dabei.

Von daher halte ich es für wichtig dort Leben auf den Platz zu bekommen, auch um den auftretenden Vandalismus zu vermeiden. Soziales Leben würde dem Gelände dort auch in den Abendstunden gut tun. Ein angeplantes Cafe soll demnach Ende nächsten Jahres aufkommen und ich hoffe nur, dass es auch drumherum ein interessantes Angebot gibt 🙂

Heute fand dazu auch eine Führung über das Gelände statt. Leider konnte ich daran aufgrund anderer Verpflichtungen nicht teilnehmen, aber werde das weiter beobachten.

Erhöhung der Attraktivität der City

Der Punkt der Tagesordnung ist verschoben worden und soll bei der nächsten Sitzung als regulärer Tagesordnungspunkt nach ausgiebiger Darstellung durch die Verwaltung damit fundierter diskutiert werden.

Dritter Bauabschnitt Bismarckstraße

Die Bismarkstraße ist ja schon in vielen Teilen überarbeitet worden. Jetzt geht es um den Bereich zwischen der Parallelstraße und der Albenhausenstraße. Hier die Vorlage dazu. Besonderheit dieses Stückes sind natürlich die Brücken und dabei die schwierige Situation, dass die eine Brücke nicht hoch genug ist, um alle Verkehrsteilnehmer hindurch zu lassen. Aber das Absenken der Straße bei der Überarbeitung ist auch nicht ganz einfach, weil das Grundwasser an der Stelle sehr hoch ist. Also sind umfangreichere Arbeiten nötig. Laut Vorlage sind dafür 2,5 Jahre vorgesehen, wobei man dazu sagen muss, dass die konkrete Planung und insbesondere die Verkehrsführung noch nicht abschließend geklärt ist. Stand der Vorlage ist es, dass es auf der Bismarckstraße nur eine Verkehrsführung von Nord nach Süd gibt als Einbahnstraße. Der Verkehr nach Norden würde über Reckfeldstraße und Grimbergstraße umgeleitet. Aber darüber wird noch weitergehender informiert.

In dem Zusammenhang eine kleine Erklärung aus der Sitzung, die vielleicht deutlich macht, was alles bedacht werden muss: Die Planer hätten aufgrund der Verkehrswege eher eine Süd-Nord Einbahnstraße vorgeschlagen, was aber bei der Feuerwehr kritisch gesehen wurde, denn so wird es im Brandfall unmöglich aus dem Norden kommend innerhalb der maximal 8 Minuten bestimmte Orte in Bismarck zu erreichen.

Baubeginn ist für Mitte 2013 geplant. Es sind neben den Straßenbaumaßnahmen auch weitere Sanierungsmaßnahmen am Kanalnetz und anderem geplant.

Ebertstraße

Etwas überraschend als Tischvorlage hatten wir eine, bei der es um Pöller auf der Ebertstraße ging. Der Bereich vor dem Hans-Sachs Haus ist ja bereits umgestaltet worden und umfasst ja leider auch eine Straße. Bereits bei der ursprünglichen Planung war vorgesehen worden, dass dort auch geparkt werden würde und Vorrichungen für entsprechende Sperrungen getroffen worden. Man hatte es zunächst ohne versucht und gehofft, dass nicht geparkt werde und zumindest somit ein annähernder Platzcharakter erhalten würde. Dem war natürlich nicht so, demnach stehen jetzt dort schon Pöller. Nun gibt es den Vorschlag beleuchtete Pöller aufzustellen, um es besser aussehen würden. Mit den Bauarbeiten für Kabel und die Anschaffung von beleuchteten „Absperrpfosten“ (so der richtige Begriff für Pöller :D) würden so maximal 54.000 Euro dafür aufkommen. Es hätte sein können, dass man das teilweise gefördert bekommen hätte, aber eben nicht sicher.

Da wir GRÜNEN generell gegen den Verkehr auf dem Teil vor dem Hans-Sachs-Haus waren (und das schreibe ich nicht aus Fraktionsdisziplin, sondern halte es für richtig), fiel die Entscheidung gerade so spontan und bei einer solchen Summe nicht leicht. Rückfragen bei Fraktionskollegen waren auch eher skeptisch, was Folgekosten und Lichtsmog anging. Und wie es aussehen würde, konnte man sich auch nicht wirklich vorstellen.

Mit dieser skeptischen Einstellung war ich nicht alleine. Aus allen anderen Fraktionen kamen Nachfragen zu Kosten, Vandalismusgefahr und Nutzen, so dass wir es schließlich einfach haben durchlaufen lassen, so dass sich Verkehrs- und Stadtplanungsausschuss jeweils damit befassen sollen. Aus den Reihen soll dieser Vorschlag auch gekommen sein.

 

 

Soviel zur gestrigen Sitzung. Fragen hierzu, anderen Themen oder generellem gerne in den Kommentaren 🙂