ZOB Buer

Es ist etwas seltsam in dem Moment, wenn über die Absage eines Fußballspiels berichtet wird über ein sehr kommunales und dagegen belanglos erscheinendes Thema wie den ZOB Buer zu schreiben. Dennoch: Morgen wird darüber entschieden und ich wollte nochmal kurz etwas dazu sagen. Beim Busbahnhof Hauptbahnhof ist alles so gekommen, wie schon berichtet, das ist nicht wirklich strittig. Im Norden sah es erst auch so aus, aber jetzt kommt doch zu verschiedenen Auffassungen dazu, wie man den Umbau vornimmt. Zunächst sah alles so aus – und war bei der Präsentation der Stadt wohl auch entsprechend vorbereitet worden – dass Variante 5 die richtige ist. Bei einem Ortstermin der Ratsfraktion kam es dann zu einem anderen Bild, als man die Eingriffe in die Landschaft gesehen hat. Auf den Präsentationen konnte man diese aufgrund des anderen Maßstabs nicht sofort erkennen. Ich rege dazu an, sich die offiziellen Präsentationen [PDF] einmal dazu an zu gucken und auf die Häuserreihe am unteren Rand zu gucken. Grob gesagt soll die Baumaßnahme fast bis zum Taubenhaus in Buer gehen.

Für den direkten Vergleich habe ich mal folgende schematischen Darstellungen gemacht. Ganz ausdrücklich sei nochmal gesagt, dass es sich wirklich um schematische Darstellungen aus dem Bauch heraus handelt. Es können beide Varianten eingeschaltet werden, wobei es am meisten Sinn macht, dies getrennt vorzunehmen.


(Mit einem Klick auf das Symbol neben „ZOB Buer“ könnt ihr das Auswahlmenü einblenden. Ansonsten findet man diese Karte auch hier direkt im Netz.)

Der Eingriff in die Natur vor Ort ist schon gravierend, selbst wenn man später eine neue Grünfläche erstellen will. Ob da soetwas wie das Blind Date Festival oder ähnliches hinzubekommen ist, sei mal dahin gestellt. Außerdem kostet Maßnahme 5 auch rund eine Million mehr.

GRÜNE und CDU lehnen ebenso wie direkte Anwohner darum die Variante 5 ab und streben Nummer 3 an. Die Chancen stehen nicht gut, das auch so hinzubekommen, denn die SPD hat sich bereits festgelegt. Variante 5 sei aus Gründen der Barrierefreiheit am sinnvollsten. Konkret ist der Unterschied, dass in Variante 3 wie auch im Süden drei „Inseln“ existieren, an denen die Busse halten. Dazu müssen sie in beide Richtungen fahren und man muss unter Umständen ein- bis zweimal über die Straße, wenn man den Bus wechseln muss. Nur sechs Haltestellen sind auf der gleichen Mittelinsel angebracht. Bei Variante 5 ist es eben eine große Insel an der sich alle Haltestellen befinden, Überqueren der Straße nicht notwendig – wenn man mit dem Bus dort ankommt.

Das Nicht-Überqueren der Straße gilt natürlich nur bei Umstieg von Bus zu Bus. Bei der Bahn muss man natürlich auch auf diese riesige Insel. Und spätestens dann wird der Fußweg auch lang, denn das ist für mich der große Nachteil von Variante 5 – lange Wege. Natürlich sind Straßen nicht trivial, aber wir reden von Fußgängerüberwegen und Straßen auf denen Busfahrer entsprechend vorsichtig unterwegs sein müssen. Im Süden ist es doch die gleiche Situation und die Stadt hat aufkommende Fragen zur Verkehrssicherheit – zu Recht – heruntergespielt.

Von daher verstehe ich einfach nicht, wieso es im Norden ein Problem sein sollte? Dagegen sind Wege einfach länger. Man kann bei Google und dem Erstellen einer Karte mit einem Tool auch Entfernungen feststellen und „ablaufen“. Bei der weitesten Strecke zwischen zwei Bushalten braucht man bei Variante 3 (mit zwei Staßenüberquerungen) knapp 110 Meter. Bei den weitesten Haltestellen bei Variante 5 sind es knapp 190 Meter. Klar, das sind extreme, aber bei der 302 stehen auch weitere Strecken im Raum: Für den Weg zur weitesten Haltestelle in Variante 3 wären es auch etwas mehr als 100 Meter. Bei Variante 5 beginnen die Bussteige ja oft erst nach der Urnenfeldstraße, was in etwa der Entfernung entspricht. Wie gesagt: Schätzungen. Relativ valide, aber groß abgemessen und die Unterschiede sind schon deutlicher, als ein paar wenige Meter. Sie gelten nicht für jeden Fall, manches mag vielleicht in Variante 5 ja durchaus näher sein, aber oft deutlich länger. Und wir reden ja auch nicht von sehr langen Umstiegszeiten. Und wer mag, kann ja die 301 nochmal mit dazu rechnen. Da kommt man noch von der anderen Straßenseite und muss damit für den Umstieg vom Goldberplatz bis zum Taubenhaus laufen – manchmal gibt es für solche Strecken schon verschiedene Haltestellen.

Für mich ist damit auch die Barrierefreiheit von Variante 3 besser, als die von Variante 5. Dazu kommt die Abholzung einer großen Freifläche. Die neue Fläche kann doch soetwas nicht ersetzen vom Freizeitfaktor. Und dann noch eine Million Euro mehr dafür? Wieviel könnte man in dieser Stadt wirklich für Barrierefreiheit machen mit dieser Summe? Wieviele Straßenüberquerungen anpassen, um Menschen mit Behinderungen das Leben wirklich einfacher machen zu können?

Neuer Busbahnhof

Neuer Busbahnhof

Ihr habt es vielleicht schon mitbekommen: Beide Busbahnhöfe in Gelsenkirchen werden modernisiert. Hier im Süden war der Bodenbelag wohl undicht, so dass es in den Geschäften unten drunter etwas feucht wurde. Im Hans-Sachs Haus kann man die Pläne aktuell einsehen und am Donnerstag gibt es auch eine Präsentation im Wissenschaftspark. Genaueres dazu später, aber ich habe mir die Pläne heute mal angeguckt und berichte erstmal:

Aktueller Busbahnhof

Hier sieht man ein Satellitenbild von der aktuellen Situation. Oben auf dem Bild der Bereich, wo man auch mit den Rolltreppen ankommt (oben rechts) in der Mitte drei Inseln mit den Bushaltestellen. Die Busse fahren diese von rechts an und damit immer nur in eine Richtung. Um Kreis herum geht es dann zurück und nur auf der unteren der Spur. Bei den Busspuren am Ende kann es auch anders sein, aber ich gehe mal davon aus, dass diese grobe Beschreibung für eure Erinnerung reicht 🙂

Die aktuelle Planung sieht dagegen wie folgt aus:

Busbahnhof neue Planung

Man sieht, dass aus den drei Inseln in der Mitte eine wird. Außerdem wird der Busverkehr jetzt in beide Richtungen geführt. Zum sicheren Übergang wird es Zebrastreifen geben. In der Mitte wird es durchgängig eine Überdachung geben, ebenso an den beiden Seiten. Sehr gut finde ich die Planung einer Fernbushaltestelle am unteren Ende des Busbahnhofs – auf der gegenüber liegenden Seite der Rolltreppen. Als Modell sieht das in etwa so aus:

Neuer Busbahnhof Modell

Soweit finde ich die Planung gut gelungen. Die Führung der Busse macht Sinn und die Haltestellen sind logisch eingerichtet. Es gibt noch einige Kleinigkeiten, die heute bei dem Termin angesprochen wurden, aber nichts gravierendes, sondern Details wie Regenwasser, Fahrgastinfo und ähnliches, die man einfach im Auge behalten muss und im jetzigen Planungsstand nur begrenzt Berücksichtigung finden konnten.

Wer im übrigen mal sehen will, wie chaotisch es hätte aussehen können, hier Alternativvarianten I bis III:

Neuer ZOB Varianten

Wer sich selber noch ein Bild machen will, findet die Pläne und mehr Bilder im Hans-Sachs-Haus (Raum „Olsztyn“ 469) noch an folgenden Tagen dieser Woche:

  • Mittwoch, 12. August von 9 – 12 Uhr
  • Donnerstag, 13. August von 9 – 12 Uhr und von 16 – 18 Uhr
  • Freitag, 14. August von 9 – 12 Uhr

Die Vorstellung findet am Donnerstag (13.08.) um 19 Uhr im Plenarsaal des Wissenschaftsparks (Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen) statt.

Noch in diesem Jahr sollen Beschlüsse über die Umbauten gefasst werden, 2016 können dann die Arbeiten beginnen, Ende 2017 sollen beide Omnibusbahnhöfe fertig gestellt sein.

Weitere Infos auch zum Busbahnhof in Buer auch auf der Seite der Stadt Gelsenkirchen.

[message type=“info“]Die Fotos sind selbstgemachte Fotografien von den aushängenden Plänen und Darstellungen im Hans-Sachs Haus.[/message]

Nachtrag zur Beleuchtung an der Ringstraße

Zu meinem Artikel zur Ringstraße bzw. der Straßenbeleuchtung nur kurz die Rückmeldungen der Verwaltung:

  1. Baubeginn stand noch nicht konkret fest, aber die Maßnahme soll vor der „dunklen Jahreszeit“ abgeschlossen sein. Dann aber fix 🙂
  2. Die generelle Umgestaltung der Straße kann erst erfolgen, wenn das Projekt „Horster Straße“ abgeschlossen ist, da hier die gleichen Fördertöpfe genutzt werden. Geschätzt damit frühestens 2016/2017.
  3. Zur Frage der Lärmbelastung in der Nacht sollte eine schriftliche Antwort erfolgen.

 

Beleuchtung an der Ringstraße

Beleuchtung an der Ringstraße

Ich weiß ja nicht, wie oft ihr Abends an der Ringstraße vorbei kommt, wenn es dunkel ist. Da ich in der Nachbarschaft wohne, ist dies bei mir schon das ein oder andere Mal der Fall gewesen und das ist schon etwas unheimlich. Der Grund: Seit dem Sturm Ela gibt es dort keine Straßenbeleuchtung mehr. Diese war zwischen den Häusern aufgehängt und beim Sturm so stark beschädigt worden, dass sie abgebaut wurde. Am Abend des WM-Sieges habe ich dieses Bild der hupenden Massen geschossen:

ringstraßeSoviel ist natürlich um Mitternacht selten dort los, aber der Gegensatz macht es vielleicht trotzdem deutlicher, als wenn ich einfach ein schwarzes Bild genommen hätte 🙂 Die Straße kann man jedenfalls nur an den Autos erkennen.

Nun bahnt sich die Lösung an: Neue Lampen kommen in Form von Lichtmasten im Mittelstreifen. Der Grund für diese komplett neue Lösung: Sie ist günstiger und vor allem etwas einfacher zu handhaben, wenn es um die Umgestaltung der Ringstraße geht.

Die neuen Lampen kommen nämlich zu einem ungünstigen Umzug: In der nächsten Zeit sollte die Ringstraße nämlich umgestaltet werden und dabei stellt sich natürlich auch die Beleuchtungsfrage.

Die Verwaltung stellt in einem Vorschlag für den Verkehrsausschuss (PDF Datei) nun die Planung von Lichtmasten vor, die in etwa 10 Meter Höhe für Licht sorgen werden. Diese stehen auch einer eventuellen Umplanung nicht im Weg:

„Bei einer späteren Umgestaltung der Ringstraße können diese neuen Materialien
weiterhin im Bestand verbleiben, müssen dann lediglich ohne großen Aufwand an die
dann ausgewählten neuen Standorte – je nach Straßenquerschnitt – versetzt werden.“

Kostenpunkt sind etwas weniger als 250.000 Euro. Eine ähnliche Verkabelung wie bisher würde ca. 400.000 Euro kosten. Die Umbaumaßnahmen sollen möglichst nachts, zwischen 9 und 14 Uhr oder am Wochenende erfolgen, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen.

Zu den erwartenden Lärmbeeinträchtigungen in der Nacht für die Menschen, die tagsüber schon von zuviel Lärm geplagt sind, steht dort ebenso wenig wie von einem Baubeginn. Beide (und gerne weitere) Frage werde ich aber an unseren Vertreter dort im Ausschuss weitergeben. Beschlossen wird dies am 28. August.

 

Jetzt beim Stadtradeln mitmachen

Jetzt beim Stadtradeln mitmachen

stadtradelnAm Samstag beginnt in Gelsenkirchen wieder die Aktion Stadtradeln. Bei der Aktion geht es darum, in dem Aktionszeitraum mehr auf das Fahrrad zu setzen und es vielleicht danach auch mehr im Alltag zu nutzen, weil man gemerkt hat, dass dies möglich ist.

Das Ganze ist auch ein Wettbewerb der Städte:

Nach dem großen Erfolg der Aktion im vergangenen Jahr 2013 (575 aktive Radler in GE, 171.000 km in 21 Tagen geradelt, bundesweit Platz 19 von über 200 teilnehmenden Städten) haben wir uns für 2014 ein weiteres Ziel gesteckt:
Das Ruhrgebiet will Deutschlands Radfahrhauptstadt werden.
Damit uns das gelingt, treten wir gemeinsam mit 12 weiteren Ruhrgebietsstädten – und mit Unterstützung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in der Zeit vom 14. Juni bis 4. Juli kräftig in die Pedale.
Auch unsere Nachbarstädte Bochum, Bottrop, Dorsten, Essen, Gladbeck und Herne sind mit uns am Start und wir planen gemeinsame Radtouren und Veranstaltungen rund ums Fahrrad! 
Jeder Radkilometer zählt
… unabhängig davon, ob Sie in Gelsenkirchen radeln oder in einer andere Stadt 
… auch am Urlaubsort
… egal ob dienstlich oder privat, auf dem Weg zur Schule oder zum Verein
… auch wenn sie in Gelsenkirchen arbeiten, aber nicht wohnen (oder umgekehrt)
… solange Sie innerhalb des Zeitraumes vom 14. Juni bis 04. Juli radeln
… auch wenn Sie nur selten Radfahren und „nur“ eine kleine Radtour am Wochenende planen.
Allein Radsport-Wettkämpfe sind von der Wertung ausgenommen.

Also kommt schon, ein paar Kilometer in drei Wochen kommen dann auch schon zusammen. Wir GRÜNE sind natürlich auch mit einem Team vertreten und freuen uns über Mitradler. Mehr Informationen dazu und zur Anmeldung gibt es darum auf unserer Seite.

Zum Abschluss noch eine Anmerkung: Jeder Kilometer zählt – es geht nicht um einen Wettbewerb der Teilnehmer, sondern um ein verstärktes Signal für den Radverkehr in der Stadt. Wer mag, kann seine gefahrenen  Kilometer verbergen, genaue Streckenangaben werden sowieso nicht  abgefragt. Eure Privatsphäre bleibt also gewahrt. 🙂

Also anmelden und ab Samstag in die Pedale treten – am besten für das GRÜNE Team! 🙂

stadtradeln-Team

Bürgerhaushalt: Ampeln ausschalten

Der Vorschlag des Bürgerhaushaltes für gestern nachgereicht:

An allen Nebenstrassen zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens die Ampeln ausschalten um Energie einzusparen.

Ergänzt wird dieser Vorschlag in den Hinweisen mit dem Verweis auf die Verkehrsschilder, die sich an Ampeln befinden und die Einsparungen im Bezug auf Lärm, Verbrauch durch das Anfahren und mehr.

Das der Vorschlag in Gänze umsetzbar ist – also „alle Nebenstraßen“ – wage ich zu bezweifeln, hier ist eine Einzelfallprüfung angesagt. Aber es wäre doch mal interessant zu wissen, ob ein Einsparpotential besteht und wie hoch das geschätzt wäre. Also anders: Wie teuer ist eine Stunde Ampelschaltung eigentlich?

Ich habe jetzt nur mal schnell im Internet gegoogled und einen Betrag von 5.600 Euro für die Betriebskosten einer Ampelanlage herangezogen. Einfach mal auf 6.000 Euro erhöht bedeutet dies einen Betrag von 0,68 Euro pro Stunde Betrieb. Hier müsste man die Arbeitszeit einer kompletten Überprüfung entgegen stellen. Teilweise werden Ampeln in der Nacht meines Wissens ja auch deaktiviert. Nach dieser kurzen Studie steht das Einsparvolumen damit bei rund 1.750 Euro pro Jahr, wenn man die im Vorschlag genannten 7 Stunden Abschaltung heranzieht.

In dem Zusammenhang auch interessant ist der Vorschlag Ampeln auf LED Technik umzurüsten. Dies spart weiterhin Strom (die obenstehende Zahl bezieht sich auf normale Ampelanlagen) und vielleicht sogar mehr, als der Vorschlag der Nachtabschaltung.

Bei beiden Vorschlägen würde aber wahrscheinlich eher eine schrittweise Umstellung bzw. Prüfung vorgenommen. In jedem Fall fände ich offizielle Zahlen dazu mal interessant. Werde da mal weiter recherchieren 🙂

 

Bürgerhaushalt: Radwegenetz

Gestern war ein langer Tag, darum erst um kurz nach Mitternacht der Vorschlag des Tages zum Bürgerhaushalt:

Es fehlt in Gelsenkirchen eine wirkliche und annehmbare Radfahrverbindung von Nord (Buer) nach Süd (Gelsenkirchen).

Klar, dass einem GRÜNEN dieser Vorschlag gefällt, beschreibt er doch eins der Grundprobleme der Stadt. Auch die deutliche Zustimmung im Vergleich zu anderen Projekten zeigt die Dringlichkeit.

In den Kommentaren gibt es auch bereits einige interessante Ideen:

Eine neue Tramtrasse durch die Willy-Brandt-Allee. Anbindung der Veltins-Arena durch den Stadtbahntunnel. Die Tramtrasse der 302 könnte zu einer Radtrasse umgebaut werden. Gleiches gilt auch für bestehende und ehemalige ÖPNV-Trassen z. B. auf der Ringstrasse oder auf der De-la-Chevallerie-Str. Der Busverkehr müsste an den Fahrbahnrand verlegt werden (eigene Busspur im Citybereich) [Bahnschalker]

und

Der Vorschlag setzt richtig bei der Nord-Süd-Verbindung an und sollte weiter konkretisiert werden. Ganz wichtig wäre z.B. eine sichere Radverbindung für die Schülerscharen, die allmorgendlich aus Ückendorf zur Innenstadt bzw. aus der Innenstadt zur Gesamtschule Ückendorf fahren. Mein Vorschlag: Die Bochumer Straße wird für Autos zur einspurigen Einbahnstraße, der so eingesparte Platz wird für einen Radweg in beiden Richtungen verwendet. Im Bahnhof sollte der rechte (östliche) Durchgang für Fahrradfahrer geöffnet werden, so dass eine Verbindung zur Ringstraße möglich wird. [PaulHumann]

Ob so umsetzbar ist unklar, aber der Weg nach Norden ist wirklich nur über Umwege sicher mit dem Rad zurück zu legen. Gerade zur Ringstraße und Kurt-Schumacher-Straße (Schalker Meile) gibt es auch noch spezielle Vorschläge. Ich werde diese verlinken, wenn ich darüber stolpere.

Alternativen zum ADAC

Gerade habe ich im Radio gehört, dass der ADAC nicht nur vor einiger Zeit Umfragen gefälscht hat, sondern auch Kunden in verschiedene Klassen einstufen. Bestimmte Automarken würden durch Verträge bevorzugt.

Ich bin selber kein Autofahrer, von daher habe ich mich nicht eingehend damit beschäftigt, aber vielleicht ist dies für den ein oder anderen der Grund, dies zu tun? Ich persönlich finde ja schon immer nervig, wenn der ADAC Politik macht, denn 90% der Mitglieder sind dies doch nur wegen der Hilfeleistungen durch die gelben Engel.

Wer es politisch etwas ökologischer mit ähnlichen Serviceleistungen mag, kann ja beim Verkehrsclub Deutschland mal vorbei gucken. Ansonsten gibt es sowohl bei der Süddeutschen, dem Stern oder auch sonst im Netz viele Artikel zu alternativen Anbietern des ADAC. Nicht nur wegen der Politik wird mir dieser Verein immer dubioser.

Kurt-Schumacher Straße Update

Wieder ein kurzes Update zur Kurt-Schumacher Straße, denn heute wurde in der WAZ ausführlich über die Umstrukturierung dort berichtet: Nadelöhr in Gelsenkirchen weitet sich durch moderne Verkehrssteuerung.

Zur Verbesserung der Feinstaub- und Lärmbelastung sind folgende Punkte angesprochen:

  • „Grüne Welle“ durch verbesserte Ampelsteuerung
  • ÖPNV Beschleunigung durch Kontaktschleifen
  • Abbiegeverbot auf die Hubertusstraße, wenn man aus südlicher Richtung kommt
  • Zudem werden nun Warnschilder an der Uferstraße und der Florastraße aufgestellt, die auf Tempo 50 nochmal zusätzlich hinweisen.
  • An der Uferstraße werden für die Ausweichroute Richtung Zentrum auch „mobile und reflektierende Leitschwellen“ eingerichtet, um Spurwechsel zu verhindern.

Ergebnisse dieser Maßnahmen werden nicht vor dem Sommer erwartet. Problemstelle bleibt, wie auf Twitter richtig bemerkt, aber auch noch etwas ganz anderes:

Hier eine Lösung zu finden ist angesichts der Engstelle wirklich nicht ganz einfach, aber auch für mich ist dies eines der größten Lücken im gelsenkirchener Radfahrnetz. Für Schutzstreifen ist die Straße aber doch zu befahren und für einen Radweg der Bürgersteig wahrscheinlich zu eng.

Kurt-Schumacher Straße Update – Tempomessung

Zur Kurt-Schumacher Straße hatte ich in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung eine Anfrage gestellt. Hintergrund war ja bekanntlich die Situation, dass dort Tempo 50 gilt, dies aber nur durch das Entfernen der Schilder eingeführt wurde. Ich hatte nach Gesprächen und Fragen den Eindruck, dass dies insbesondere für Menschen, die die Strecke regelmäßig fahren – und darum an Tempo 60 gewöhnt sind – nicht bekannt ist. Darum habe ich nachgefragt, ob es Messungen hierzu gibt und vor allem auch, ob die Möglichkeit besteht mit temporären Schildern auf das neue Tempolimit hinzuweisen. Die Antwort kann man sich als PDF Datei hier angucken: Antwort Kurt-Schumacher-Straße Weiterlesen