„Ich werde gefällt“

„Ich werde gefällt“

An der Ebertstraße wurden heute alle Bäume markiert, die im Rahmen der Umbaumaßnahmen zum dritten Bauabschnitt gefällt werden. 57 Bäume werden gefällt, um eine Sichtachse zum Musiktheater zu bilden und aus dem Gelände eine flache Betonwüste mit etwas Alibi-Grün zu machen. Vielleicht vorweg: Es ist nicht alles schlecht an dem Plan. Das auf und ab an der Blue-Box und auch an der Haltestelle Musiktheater (vor ELE) kann man sich wirklich sparen. Sicher kann auch das ein oder ander verbessert werden, aber man muss nicht 75% aller Bäume dafür opfern. Selbst mit Sichtachse wäre etwas anderes denkbar, als das was wir nun bekommen.

Wer einen Eindruck bekommen will, findet jetzt eben die Bäume dort markiert, die gefällt werden und im Schaufenster des GRÜNEN Zentrum auch alle weiteren Informationen. Nicht zensiert, aber kommentiert. Die Gespräche während der Aktion aber auch direkt vor dem Büro waren alle eindeutig: Den Verlust der Bäume will niemand vor Ort. Kein Bürger freut sich darauf anstatt auf ein GRÜNES Blättermeer nun bald auf einen großen Platz zu gucken.

Foto: Dennis Melerski

Foto: Dennis Melerski

Unsere Chancen sind gering. Wir wurden auch gefragt, was man tun kann und ich kann nur darum bitten der SPD zu sagen, wie wenig man von diesen Plänen hält. Sie ist am Ende die Partei, die in dieser Stadt den Daumen hebt und senkt und damit verantwortlich für diesen Raubbau an der Natur in der Ebertstraße und an anderen Stellen in der Stadt. (Es sei nur mal an den Busbahnhof in Buer erinnert.)

Wir werden in den nächsten Tagen in den Ausschüssen die Pläne der Verwaltung weiterhin kritisieren und deutlich ablehnen. Besucht die Sitzungen von Stadtplanungs- und Verkehrsausschuss am Mittwoch oder Donnerstag und folgt der Debatte zu dem Thema.

Was bei der Polizeiwache, Amtsgericht, am Finanzamt und Schalker Verein geplant ist

Was bei der Polizeiwache, Amtsgericht, am Finanzamt und Schalker Verein geplant ist

Da es immer mal wieder Thema ist, hier der Link zu einem guten Artikel der WAZ im Bezug auf die Planungen für das Amtsgericht Süd, ehem. Polizeiwache Süd, Schalthaus Schalker Verein und Finanzämter.

Kurz zusammengefasst und selbst ergänzt für die Mitte:

  • Schalker Verein: Erster Investorenversuch 2012 gescheitert, aber ein neuer steht an. Gehobene Gastronomie ist geplant.
  • Polizeiwache: Als Verwaltungsstandort entbehrlich, auch Abriss denkbar. In dem Zusammenhang der Hinweis auf der Bäderkonzept von mir: Es gibt Überlegungen Zentralbad und Polizeiwache zusammen neu zu überplanen oder zu vermarkten.
  • Amtsgericht Süd: Hier ist die Ausweitung der ev. Klinik in der Überlegung.
  • Finanzämter: Als Verwaltungsstandorte überlegt.
Norderweiterung für nichts

Norderweiterung für nichts

Vor wenigen Tagen ist bekannt geworden, dass bei BP wieder über 270 Stellen abgebaut werden. Hier die Berichte aus der WAZ und von Radio Emscher Lippe.

Bei allem Schmerz und allem Bedauern für die Verluste wurde mir aber auch nochmal deutlich, dass Politik sich nicht treiben lassen darf von bestimmten Versprechungen und den großen Arbeitsplätzen – insbesondere nicht, wenn alles noch ganz vage und unklar ist.

Vor vielen Jahren wurde mit BP die Norderweiterung der Raffinerien besprochen und schließlich große Flächen dafür zur Verfügung stellt. Zur meiner und der GRÜNEN Kritik hatte ich 2007 noch im alten Blog einen Artikel geschrieben. Angefangen hatte diese Änderung der Baumöglichkeiten mit Versprechen für viele neue Arbeitsplätze. Als die Entscheidung schließlich anstand, ging es dann sogar schon nur noch um den Erhalt von Arbeitsplätzen. Und inzwischen weiß man: Gebracht hat es nicht, man hat nur Gelände bereit gestellt und potentielle Umweltzerstörung geduldet, um jetzt – zum vielleicht1 zweiten Mal – Arbeitsplätze zu verlieren.

Gelsenkirchen braucht Arbeitsplätze. Aber wir brauchen zukunftssichere und gute Arbeitsplätze, die auch ihre Zeit halten. Sich auf alten Technologien auszuruhen klappt nicht mehr. Und um nicht falsch verstanden zu werden: Ich rede nicht von einem Zwang zu „grüner“ Wirtschaft und einer Neuauflage einer Solarstadt Gelsenkirchen. Auch der Logistikbereich ist nun – zumindest wenn es um LKWs geht – nicht dass, was man als „klassisch grün“ bezeichnen würde. Aber eine durchaus wichtigere Branche und beispielsweise auf dem Schalker Verein gelingt ja sogar die Verknüpfung vom LKW zur Bahn ganz gut.

Ich finde jedenfalls es gehört nun dazu, Versprechen und Aussagen von Wirtschaftsvertretern zweimal zu hinterfragen, bevor man ihnen hechelnd hinterher läuft. Bei aller Problematik bringen uns am Ende irgendwelche Industrieruinen auch nichts.

  1. Habe leider nicht auf den Schirm, ob sich an dem Abbau was getan hatte []

ZOB Buer

Es ist etwas seltsam in dem Moment, wenn über die Absage eines Fußballspiels berichtet wird über ein sehr kommunales und dagegen belanglos erscheinendes Thema wie den ZOB Buer zu schreiben. Dennoch: Morgen wird darüber entschieden und ich wollte nochmal kurz etwas dazu sagen. Beim Busbahnhof Hauptbahnhof ist alles so gekommen, wie schon berichtet, das ist nicht wirklich strittig. Im Norden sah es erst auch so aus, aber jetzt kommt doch zu verschiedenen Auffassungen dazu, wie man den Umbau vornimmt. Zunächst sah alles so aus – und war bei der Präsentation der Stadt wohl auch entsprechend vorbereitet worden – dass Variante 5 die richtige ist. Bei einem Ortstermin der Ratsfraktion kam es dann zu einem anderen Bild, als man die Eingriffe in die Landschaft gesehen hat. Auf den Präsentationen konnte man diese aufgrund des anderen Maßstabs nicht sofort erkennen. Ich rege dazu an, sich die offiziellen Präsentationen [PDF] einmal dazu an zu gucken und auf die Häuserreihe am unteren Rand zu gucken. Grob gesagt soll die Baumaßnahme fast bis zum Taubenhaus in Buer gehen.

Für den direkten Vergleich habe ich mal folgende schematischen Darstellungen gemacht. Ganz ausdrücklich sei nochmal gesagt, dass es sich wirklich um schematische Darstellungen aus dem Bauch heraus handelt. Es können beide Varianten eingeschaltet werden, wobei es am meisten Sinn macht, dies getrennt vorzunehmen.


(Mit einem Klick auf das Symbol neben „ZOB Buer“ könnt ihr das Auswahlmenü einblenden. Ansonsten findet man diese Karte auch hier direkt im Netz.)

Der Eingriff in die Natur vor Ort ist schon gravierend, selbst wenn man später eine neue Grünfläche erstellen will. Ob da soetwas wie das Blind Date Festival oder ähnliches hinzubekommen ist, sei mal dahin gestellt. Außerdem kostet Maßnahme 5 auch rund eine Million mehr.

GRÜNE und CDU lehnen ebenso wie direkte Anwohner darum die Variante 5 ab und streben Nummer 3 an. Die Chancen stehen nicht gut, das auch so hinzubekommen, denn die SPD hat sich bereits festgelegt. Variante 5 sei aus Gründen der Barrierefreiheit am sinnvollsten. Konkret ist der Unterschied, dass in Variante 3 wie auch im Süden drei „Inseln“ existieren, an denen die Busse halten. Dazu müssen sie in beide Richtungen fahren und man muss unter Umständen ein- bis zweimal über die Straße, wenn man den Bus wechseln muss. Nur sechs Haltestellen sind auf der gleichen Mittelinsel angebracht. Bei Variante 5 ist es eben eine große Insel an der sich alle Haltestellen befinden, Überqueren der Straße nicht notwendig – wenn man mit dem Bus dort ankommt.

Das Nicht-Überqueren der Straße gilt natürlich nur bei Umstieg von Bus zu Bus. Bei der Bahn muss man natürlich auch auf diese riesige Insel. Und spätestens dann wird der Fußweg auch lang, denn das ist für mich der große Nachteil von Variante 5 – lange Wege. Natürlich sind Straßen nicht trivial, aber wir reden von Fußgängerüberwegen und Straßen auf denen Busfahrer entsprechend vorsichtig unterwegs sein müssen. Im Süden ist es doch die gleiche Situation und die Stadt hat aufkommende Fragen zur Verkehrssicherheit – zu Recht – heruntergespielt.

Von daher verstehe ich einfach nicht, wieso es im Norden ein Problem sein sollte? Dagegen sind Wege einfach länger. Man kann bei Google und dem Erstellen einer Karte mit einem Tool auch Entfernungen feststellen und „ablaufen“. Bei der weitesten Strecke zwischen zwei Bushalten braucht man bei Variante 3 (mit zwei Staßenüberquerungen) knapp 110 Meter. Bei den weitesten Haltestellen bei Variante 5 sind es knapp 190 Meter. Klar, das sind extreme, aber bei der 302 stehen auch weitere Strecken im Raum: Für den Weg zur weitesten Haltestelle in Variante 3 wären es auch etwas mehr als 100 Meter. Bei Variante 5 beginnen die Bussteige ja oft erst nach der Urnenfeldstraße, was in etwa der Entfernung entspricht. Wie gesagt: Schätzungen. Relativ valide, aber groß abgemessen und die Unterschiede sind schon deutlicher, als ein paar wenige Meter. Sie gelten nicht für jeden Fall, manches mag vielleicht in Variante 5 ja durchaus näher sein, aber oft deutlich länger. Und wir reden ja auch nicht von sehr langen Umstiegszeiten. Und wer mag, kann ja die 301 nochmal mit dazu rechnen. Da kommt man noch von der anderen Straßenseite und muss damit für den Umstieg vom Goldberplatz bis zum Taubenhaus laufen – manchmal gibt es für solche Strecken schon verschiedene Haltestellen.

Für mich ist damit auch die Barrierefreiheit von Variante 3 besser, als die von Variante 5. Dazu kommt die Abholzung einer großen Freifläche. Die neue Fläche kann doch soetwas nicht ersetzen vom Freizeitfaktor. Und dann noch eine Million Euro mehr dafür? Wieviel könnte man in dieser Stadt wirklich für Barrierefreiheit machen mit dieser Summe? Wieviele Straßenüberquerungen anpassen, um Menschen mit Behinderungen das Leben wirklich einfacher machen zu können?

Neuer Busbahnhof

Neuer Busbahnhof

Ihr habt es vielleicht schon mitbekommen: Beide Busbahnhöfe in Gelsenkirchen werden modernisiert. Hier im Süden war der Bodenbelag wohl undicht, so dass es in den Geschäften unten drunter etwas feucht wurde. Im Hans-Sachs Haus kann man die Pläne aktuell einsehen und am Donnerstag gibt es auch eine Präsentation im Wissenschaftspark. Genaueres dazu später, aber ich habe mir die Pläne heute mal angeguckt und berichte erstmal:

Aktueller Busbahnhof

Hier sieht man ein Satellitenbild von der aktuellen Situation. Oben auf dem Bild der Bereich, wo man auch mit den Rolltreppen ankommt (oben rechts) in der Mitte drei Inseln mit den Bushaltestellen. Die Busse fahren diese von rechts an und damit immer nur in eine Richtung. Um Kreis herum geht es dann zurück und nur auf der unteren der Spur. Bei den Busspuren am Ende kann es auch anders sein, aber ich gehe mal davon aus, dass diese grobe Beschreibung für eure Erinnerung reicht 🙂

Die aktuelle Planung sieht dagegen wie folgt aus:

Busbahnhof neue Planung

Man sieht, dass aus den drei Inseln in der Mitte eine wird. Außerdem wird der Busverkehr jetzt in beide Richtungen geführt. Zum sicheren Übergang wird es Zebrastreifen geben. In der Mitte wird es durchgängig eine Überdachung geben, ebenso an den beiden Seiten. Sehr gut finde ich die Planung einer Fernbushaltestelle am unteren Ende des Busbahnhofs – auf der gegenüber liegenden Seite der Rolltreppen. Als Modell sieht das in etwa so aus:

Neuer Busbahnhof Modell

Soweit finde ich die Planung gut gelungen. Die Führung der Busse macht Sinn und die Haltestellen sind logisch eingerichtet. Es gibt noch einige Kleinigkeiten, die heute bei dem Termin angesprochen wurden, aber nichts gravierendes, sondern Details wie Regenwasser, Fahrgastinfo und ähnliches, die man einfach im Auge behalten muss und im jetzigen Planungsstand nur begrenzt Berücksichtigung finden konnten.

Wer im übrigen mal sehen will, wie chaotisch es hätte aussehen können, hier Alternativvarianten I bis III:

Neuer ZOB Varianten

Wer sich selber noch ein Bild machen will, findet die Pläne und mehr Bilder im Hans-Sachs-Haus (Raum „Olsztyn“ 469) noch an folgenden Tagen dieser Woche:

  • Mittwoch, 12. August von 9 – 12 Uhr
  • Donnerstag, 13. August von 9 – 12 Uhr und von 16 – 18 Uhr
  • Freitag, 14. August von 9 – 12 Uhr

Die Vorstellung findet am Donnerstag (13.08.) um 19 Uhr im Plenarsaal des Wissenschaftsparks (Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen) statt.

Noch in diesem Jahr sollen Beschlüsse über die Umbauten gefasst werden, 2016 können dann die Arbeiten beginnen, Ende 2017 sollen beide Omnibusbahnhöfe fertig gestellt sein.

Weitere Infos auch zum Busbahnhof in Buer auch auf der Seite der Stadt Gelsenkirchen.

[message type=“info“]Die Fotos sind selbstgemachte Fotografien von den aushängenden Plänen und Darstellungen im Hans-Sachs Haus.[/message]

Kleinspielfelder als Hauptthema (BV 7/1420 3.6.2015)

Kleinspielfelder als Hauptthema (BV 7/1420 3.6.2015)

[message type=“warning“]Der Artikel lag seit Anfang Juni als Entwurf in der Datenbank und war im Juni-Stress untergegangen. Die letzten beiden Punkte sind darum erst jetzt Ende Juli hinzugefügt, aber insbesondere den Punkt zu den Kleinspielfeldern wollte ich nicht untergehen lassen.[/message]

Am letzten Mittwoch war wieder Bezirksvertretung. Die Sitzung ging extrem schnell vorbei. Die Tagesordnung findet ihr im Ratsinformationssystem.

Kleinspielfelder

Ein Hauptpunkt für mich war die Frage der Kleinspielfelder. In jedem Bezirk soll für 150.000 Euro ein Kleinspielfeld mit Kunstrasen erstellt werden. Plötzlich vor der Kommunalwahl hatte man das Geld dafür gefunden und dieses Jahr ging es weiter. In der Sitzung lag also eine Vorlage der Verwaltung vor, nach der für jeden Bezirk wieder ein Platz erstellt werden soll. Dabei gibt es aber zwei Probleme:

1. Innere Logik

Wenn man die Verwaltungsvorlage und die jeweiligen Daten wirklich ernst nimmt, kann schon in diesem Jahr nicht jeder Bezirk einen Platz bekommen:

kleinspielfelder

Wie man , hier der Bezirksverteilung wegen der Bezirk Ost im Emscherbruch einen Platz mit 22 Punkten, obwohl die Baulandstraße im Bezirk Nord mit 26 Punkten besser geeignet oder höher bewertet ist.

Nicht, dass ich jemandem das nicht gönne und für den Bezirk Mitte kommt das auf das Gleiche raus, aber generell finde ich es am sinnvollsten das Geld da einzusetzen, wo es am nötigsten benötigt wird. Aber dazu gleich noch mehr.

Es gibt nämlich noch ein Problem: Die Bezirke entscheiden. In West wurde dann aus dem nach der Stadt logischen Punkt „Auf dem Schollbruch“ dann die Gecksheide genommen. Anstatt dem Platz mit 29 Punkten wurde einer mit 15 gewählt. Hier der Bericht dazu. Und das verfahren kann taktisch recht gut sein, denn es gibt noch…

2. Sportentwicklungsplan

Nicht zuletzt auf GRÜNES Betreiben wurde ein Sportentwicklungsplan für Gelsenkirchen initiiert. Ziel ist es mit einem externem Gutachter festzustellen für welche Sportart wo welches Angebot fehlt. Hierzu werden auch 30.000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Diese Investition führte dann in meinem Redebeitrag auch zu dem in der WAZ zitierten  „unsachgemäßen Umgang mit städtischen Geldern“.

Ich finde es einfach merkwürdig, wenn man ein solches Gutachten in Auftrag gibt, was mit 30.000 Euro noch sehr günstig ist und dann unabhängig davon mal eben 750.000 Euro in der Stadt ausgibt nach Kriterien die unklar sind oder in Bezirken offen angezweifelt werden.

Am Ende führte dann beides dazu, dass ich mich enthalten habe. Grundsätzlich finde ich die Maßnahme ja richtig und habe dann die Zahlen der Stadt einfach für richtig gehalten. Nur der Verfahren fand und finde ich einfach falsch. In anderen Bezirken und im Sportausschuss haben GRÜNE im übrigen aus dem Grund auch dagegen gestimmt. Die CDU ist hier übrigens auch kritisch und hat dem Projekt bisher auch nicht zugestimmt.

Einzelhandelskonzept

Das Einzelhandelskonzept der Stadt ist besprochen worden. Ich werde dem wahrscheinlich noch einen besonderen Artikel widmen, aber soviel sei gesagt: Ich sehe keine kritischen Punkte in dem Papier und habe dementsprechend zugestimmt.

Spielplätze

Die Bezirke bekommen pro Jahr ein Budget, um Spielplätze vor Ort komplett zu überarbeiten. Es handelt sich nicht um Ersatzbeschaffungen oder Instandhaltungen, sondern um klare Neugestaltungen. In der Verwaltungsvorlage wurden drei Spielplätze vorgestellt und derjenige an der Evastraße / Adamshof vorgeschlagen. Im Bezirk kam etwas Verwunderung auf, weil der Spielplatz Griseplatz doch mehr Kinder im Einzugsgebiet habe. Nach einiger Diskussion wurde der Vorschlag auch einstimmig abgeändert.

Anfragen

Ich habe Anfragen zu den archäologischen Ausgrabungen, Fahrradständern am Bahnhof und dem Leitsystem am Bahnhof gestellt. Diese sind im Anfragensystem hinterlegt.

Kostenlos aber nicht frei: WLAN in der Innenstadt

Kostenlos aber nicht frei: WLAN in der Innenstadt

Es war heute der Aufmacher im Lokalteil der WAZ und es ist ja auch nicht schlecht: Mit Gelsennet wird es nun kostenloses WLAN in der Innenstadt geben. Und offenbar meint das momentan auch wirklich kostenlos, nicht in dem Sinne wie noch vor wenigen Wochen, als es noch eine Gebühr für die Anmeldung in Höhe von 50ct. pro Tag gab.

Aber genau da ist dann der Unterschied zwischen Gelsen-Net und dem von mir favorisiertem Freifunk: Anmeldung. Hier im GRÜNEN Büro zum Beispiel bin ich eher im Freifunknetz mit meinem Handy als im richtigem GRÜNEN WLAN, weil alphabetisch Freifunk vor Grün… kommt 🙂 Automatisch, ohne Anmeldung ohne irgendwas anzuklicken oder ähnliches.1

Bei der Telekom fand ich das schon immer etwas nervig. Man läuft durch die Stadt, das Handy findet zufällig einen Hotspot, kann aber damit nichts anfangen, weil die Daten nicht eingegeben sind und dann muss man sich für eine kurze Recherche erst groß anmelden.2 Ich hatte dann eher WLAN ausgeschaltet – und später dann vielleicht vergessen wieder einzuschalten.

Bei Gelsennet gibt es nun eine App dafür, die das einfacher macht. Aber die wählt sich dann gerne automatisch ein. Und dann beginnt das nächste Problem: Man darf nur einmal eingeloggt sein. Schon öfter habe ich im Hans-Sachs Haus erlebt, wie angeblich Daten auf dem iPad falsch sein sollen, weil das Handy sich – trotz ausgeschaltetem Autologin – ins Gelsennet eingeloggt hat. Also Handy raus, irgendwie ausloggen (da wird man dann aber in der App gerne als nicht eingeloggt angezeigt) und nach einiger Zeit dann auf dem iPad erneut vornehmen. Dauert ewig und ist super nervig. Und klar: Man braucht selten zwei Geräte im Netz, aber es ist wieder einfach umständlicher. Was, wenn der Akku auf dem einen Gerät leer geht, bevor man sich ausloggen kann, dann kann man mit dem anderen auch nicht loslegen.

Ich benutze das Gelsennet Netz oft im Hans-Sachs Haus. Da gibt es auch kein gutes Mobilfunk Netz, so dass man darauf zurückgreifen muss. Es bleibt nichts anders übrig.

Stattdessen gibt es auf der Hauptstraße doch eine gute Alternative: Freifunk. Ohne Anmeldung direkt im Internet. Bereitgestellt durch Privatpersonen und Firmen vor Ort und organisiert über den Verein Freifunk Rheinland. Anstatt ein Gegenmodell aufzubauen, wäre doch zu überlegen gewesen, wie man hier zusammen arbeitet. Wenn die Stadtwerke wirklich ein Interesse an einem dauerhaft kostenlosen Internet hätten, wieso dann nicht  Zusammenarbeit mit Freifunk? Beide Seiten würden gewinnen und am Ende auch die Bürgerinnen und Bürger in Gelsenkirchen. Dauerhaft und garantiert kostenlos, ohne Anmeldung und auch ohne wirkliches rechtliches Risiko.

Freifunk ist ein eigener Provider, damit den gleichen rechtlichen Bestimmungen unterworfen und nicht der Störerhaftung unterworfen. Aber auch das ist ja eine deutsche Besonderheit und eigentlich auch ein ganz anderes Thema.

Freuen wir uns über das neue Angebot, aber ich unterstütze trotzdem ein wirklich freies Internet.

  1. Jemand ne Idee, wie man auf dem iPhone Anmeldungen priorisieren kann? []
  2. Ja, wahrscheinlich kann ich mein Handy auch anders konfigurieren, aber im Vergleich zu sofort im Netz bleibt es eben ein Unterschied. []
Ein Jahr nach Ela

Ein Jahr nach Ela

Heute war Jahrestag des Sturms von Ela. Vor einem Jahr stürmte es und ich glaube viele erinnern sich noch daran, wo man war, als „die Hölle über Gelsenkirchen zusammen brach“ 🙂 Hier mein Blogbeitrag direkt danach. Für uns GRÜNE war das natürlich auch eine anstrengende Zeit. Viele Bürgerinnen und Bürger kamen vorbei, um sich über Baumfällungen zu beklagen und bei Gelsendienste liefen unsere Anfragen dann auf. Ehrlich gesagt glaube ich noch immer, dass der ein oder andere Baum dann gefällt wurde, bei dem das nicht nötig war. Insbesondere im privatem Bereich. Nachweisen kann man natürlich nichts. Und vorbei ist es auch nicht.  Weiterlesen

Pressemitteilung zum Einzelhandel in der Innenstadt und der City

Im September hatte ich über das Gutachten zur Entwicklung in der Innenstadt berichtet, da es im Ausschuss für Wirtschaftsförderung (…) vorgestellt wurde. Gleich habe ich es noch in der Bezirksvertretung, da die Verwaltung damit beauftragt werden soll, hieraus Strategien zur Entwicklung in der Innenstadt zu entwickeln.

Ich habe dazu gestern noch eine Pressemitteilung herausgegeben, die ihr hier auf der Homepage der GRÜNEN nachlesen könnt. Zum einen geht es dabei um die Ablehnung von größeren Planungen auf dem Gelände der Hauptpost – die für die Bahnhofstraße einen Todesstoß bedeuten würden (und darum von der Stadt auch nicht verfolgt werden). Zum anderen um die Hauptstraße, die meines Erachtens nun in den besonderen Fokus rücken muss. Hier im übrigen der in der Zeitung erschienene Artikel.

Nachtrag zur Beleuchtung an der Ringstraße

Zu meinem Artikel zur Ringstraße bzw. der Straßenbeleuchtung nur kurz die Rückmeldungen der Verwaltung:

  1. Baubeginn stand noch nicht konkret fest, aber die Maßnahme soll vor der „dunklen Jahreszeit“ abgeschlossen sein. Dann aber fix 🙂
  2. Die generelle Umgestaltung der Straße kann erst erfolgen, wenn das Projekt „Horster Straße“ abgeschlossen ist, da hier die gleichen Fördertöpfe genutzt werden. Geschätzt damit frühestens 2016/2017.
  3. Zur Frage der Lärmbelastung in der Nacht sollte eine schriftliche Antwort erfolgen.