Fukushima: Noch immer Probleme und Japan fährt weiter auf Atomkurs

Fukushima? Atomenergie? Oft wird es als Geschichte abgetan, aber leider ist das Problem in Japan noch lange nicht gelöst – im Gegenteil: Erst letzte Woche war wieder radioaktives Material ins Meer geflossen. 300 Tonnen. Hierzu gibt es einen ausführlichen Bericht in der SZ.

Erschreckender fand ich aber auch die Menge an Müll, die täglich durch diese Katastrophe aufkommt: 400 Tonnen Wasser sind nötig, um den Reaktor zu kühlen. Dies entspricht 400.000 Litern oder ca. 2857 Badewannen. Pro Tag!

Inzwischen sind das 300.000 Tonnen. Bis 2016 muss die Kapazität auf 800.000 Tonnen erhöht werden. Bisher gibt es keine Methode, dieses Wasser zu dekontaminieren. Kleine Mengen kann man eindampfen, aber eine industrielle Methode gibt es dafür nicht. Zumal Einkochen viel zu viel Energie verbrauchen würde.

An den notwendigen Tanks war bisher gesparrt worden und billiges Material genutzt worden. Und seit 2011 gab es 5 größere Störfälle. Die Regierung schaut eher weg. Nein, sie versucht sogar Normalität vorzugaukeln:

Um den Anschein von Normalität herzustellen, lässt Tokio die evakuierten Dörfer um die Kraftwerksruine großflächig dekontaminieren. Gebäude und asphaltierte Straßen und Plätze werden mit Druckwasser abgespritzt, anderswo, zum Beispiel auf Sandplatz-Schulhöfen, wird die oberste Erdschicht abgetragen. Danach erklären die Behörden den Ort für saniert, die vertriebenen Bewohner sollen zurückkehren. Tun sie das nicht, erhalten sie gleichwohl keine Entschädigungen mehr. Derweil melden die Medien Vollzug, die Dörfer seien wieder bewohnbar.

Problem: Der nächste Wind oder Regen macht diese minimale Verbesserung zu Nichte. Aber hey: Aus den Augen aus dem Sinn.

Nach diesem Motto fahren in Japan auch wieder Reaktoren an und diese Technik wird weiter ins Ausland. Ich fand insbesondere den Müll schon immer ein gutes Argument gegen die Atomkraft, aber selbst nach einem Störfall so ignorant damit umzugehen, macht einen wirklich nur nachdenklich über menschliche Vernunft. Was soll denn noch geschehen? 🙁

Energieempfang der GRÜNEN

Heute vor einer Woche fand der Energieempfang der GRÜNEN statt. Im Wissenschaftspark hatten wir uns mit Energieeinsparung, alternativen Kapitalanlagen, aber vor allem auch der Frage beschäftigt, wieso es in Gelsenkirchen mit der ELE weitergeht und nicht mit eigenen Stadtwerken. Und auch: Welche Chancen sich daraus ergeben. Einen Bericht zur Veranstaltung findet ihr auf der GRÜNEN Homepage. Ein Video von Irene Mihalic, wo sie die Verhandlungen und Chancen darstellt, gibt es direkt hier:

Zukunft der Energieversorgung in Gelsenkirchen – Wie viel GRÜN steckt drin?

Zukunft der Energieversorgung in Gelsenkirchen – Wie viel GRÜN steckt drin?

In der Kommunalwahl 2009 hatten wir bereits das Thema der Energieversorgung gesetzt. Hier nochmal ein Video von damals zu genau dem Thema:

Die Gründung eigener Stadtwerke war damals für uns das Thema. Und dieser rote Faden hat sich durch die alle Diskussionen über die zukünftige Energieversorgung Gelsenkirchens gezogen. Irene Mihalic beschreibt genauer, wie wir GRÜNE uns in diese Diskussionen eingebracht haben und versucht so etwas mehr Transparenz in das Verfahren zu bringen. Und für die Stellen wo das nicht geht (z.B. Abstimmungsverhalten), verweise ich dann mal auf die WAZ 🙂 Also hier weiterlesen oder als PDF herunterladen