IKEA

Passt IKEA nicht nach Gelsenkirchen?

Heute berichtete Radio Emscher-Lippe, dass der bekannte Möbelhersteller IKEA einen Standort an der A42 suche und auch Gelsenkirchen angefragt hatte, aber eine Absage bekommen hatte:

Die Stadt musste allerdings absagen – unter anderem, weil IKEA nicht ins Einzelhandelskonzept passt. […] Das Gelände an der Uechtingstraße ist außerdem mit wichtigen Auflagen verbunden, an die sich die Stadt halten muss. Deshalb sei eine mögliche Ansiedelung von IKEA an diesem Standort nicht möglich, hat uns auch die Industrie- und Handelskammer in Gelsenkirchen gesagt.

Bei facebook sammelte sich Kritik gegen diese Entscheidung bei REL und “I love Gelsenkirchen” in den Kommentaren. Auch ich hatte und habe aus dem Bauch raus gefragt, ob es wirklich mit einem Einzelhandelskonzept so problematisch ist, wenn nun ein Möbelgeschäft wie IKEA nach Gelsenkirchen kommt. Natürlich gibt es da neben Möbeln auch mehr, aber ob IKEA damit eine Schwierigkeit für die Innenstädte wäre. Aber ich muss mir für eine solche Entscheidung erstmal das Konzept genauer angucken.

Inzwischen hatte die Stadt aber auch per Pressemitteilung reagiert:

Gelsenkirchen hat Ikea nicht “abgewunken”, wie es „radio emscher lippe“ berichtet hat, sondern musste die Anfrage nach dem Standort Gewerbepark A42 aus verschiedenen rechtlichen Gründen leider ablehnen.
Das heißt nicht, dass eine Ikea-Ansiedlung in Gelsenkirchen unerwünscht ist, sie ist schlicht an dem Standort Gewerbepark A42 nicht möglich.
Dafür gibt es verschiedene Gründe: Das Gelände, eine ehemalige Industriefläche, gehört NRW.Urban und ist mit viel Aufwand und öffentlichen Mitteln saniert worden. Die Ansiedlung von Unternehmen ist mit Auflagen verbunden, an die sich die Stadt Gelsenkirchen halten muss. Zu diesen Auflagen zählt, dass eine Einzelhandelsnutzung, wie sie von Ikea gewünscht wird, ausgeschlossen ist. Bei einem Verstoß gegen die Auflagen muss die gesamte Fördersumme von mehreren Millionen Euro zurückgezahlt werden. Die von Ikea gewünschte Grundstücksgröße steht bei der vorgegebenen Aufteilung zudem nicht zur Verfügung.

Dieser Grund würde etwas mehr Sinn machen, denn Millionen dafür zu zahlen, dass IKEA kommt ist doch etwas viel. Auch habe die Stadt laut Facebook eine Alternative angeboten:

Zu ergänzen bleibt noch, dass Ikea das Angebot, auf eine andere Fläche in Gelsenkrichen zu gehen, abgelehnt hat.

Dennoch ist Einzelhandel doch noch ein Thema, wie man an der PM

Es stimmt, dass sowohl die landesplanerischen Vorgaben als auch das Einzelhandelskonzept einer Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel widersprechen.

oder auch facebook sehen kann

Wir reden hier über einen Standort direkt an der Autobahn mit einer geplanten Verkaufsfläche, die größer ist als die von allen Geschäften in Buer zusammen. Dort werden dann mehr Elektroartikel, Textilien, Geschenkartikel, Blumen, Haushaltswaren etc. angeboten, als in den Geschäften von Buer … und natürlich auch noch Möbel.

Das Thema wird wohl auch im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss nächste Woche (Donnerstag, 16 Uhr, Rathaus Buer) Thema werden und ich werde mich erkunden, was dort raus gekommen ist :)

 

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2 Gedanken zu „Passt IKEA nicht nach Gelsenkirchen?

  1. Pingback: Kommunales 2: IKEA
  2. bitte tun Sie alles dran ,damit sich IKEA nach GE ansiedelt.Das wäre eine einmalige Chance ,wieder positiv über GE zu schreiben.Nicht den Fehler machen wie damals bei Ostermann..
    MfG

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