Ortstermin Hammerschmidtstraße
by Patrick • 28. Juni 2012 • Bezirksvertretung Mitte, Features • 0 Comments
Heute mittag gab es einen Orttermin der Bezirksvertretung an der Hammerschmidtstraße direkt am Gauß-Gymnasium, also meiner früheren Wirkungsstätte. Anlass war eine Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Situation zu Schulbeginn und Schulschluss, wenn Schülerinnen und Schüler von den Eltern mit Auto hingebracht oder abgeholt werden. Die Straße ist dabei von beiden Seiten zu befahren, aber nur breit genug für ein Auto, so dass es nicht unproblematisch ist.
Nun hatten wir heute leider etwas Pech, dass Zeugniskonferenzen waren und von daher bei Schulschluss niemand dort war, aber dennoch kann man die Situation glaube ich ganz gut beschreiben: An beiden Seiten kann geparkt werden und das auch ganz legal. In der Zeit wo wir da waren (von ca. 13 Uhr bis 13.45 Uhr) gab es auch nur wenige Durchfahrten – man kann davon ausgehen, dass dies der Normalverkehr (außerhalb des Schulbetriebs) in der Straße ist. Probleme mit zwei Wagen in verschiedene Richtungen gab es dabei nicht. So ist uns dies auch von der Verwaltung beschrieben worden. Das angesprochene Problem liegt dabei wirklich vor allem bei Beginn und Ende der Schulzeit. Aber auch dabei sind keine Probleme oder Beschwerden der Verwaltung bekannt.
Es gab Überlegungen, ob eine Einbahnstraße das Problem verbessern kann, allerdings verlagert dies immer Verkehrsströme und zum anderen wurde von Seiten der Verwaltung geäußert, dass Einbahnstraßen auch zu einer Erhöhung des Tempos führen. Grund dafür ist eben genau die Sicherheit, dass von vorne nichts mehr kommen kann. Wahrscheinlich würde auch Zweispurigkeit durch Verlagerung der Parkplätze mehr auf den Bürgersteig vor der Kirche (auf dem Bild links) zu dem Ergebnis führen. Zu genau dieser Planung wird die Verwaltung uns aber eine Vorlage für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung vorlegen, in der auch die Kosten für solche Umbaumaßnahmen für den Bürgersteig benannt werden Auch ist nicht sicher, dass dann eine Zweispurigkeit möglich ist.
Es scheint eindeutig zu sein, dass bei einer solchen Baumaßnahme Parkplätze aufgrund der Bäume und Laternen auf dem Bürgersteig verloren gehen würden. Theoretich wäre es natürlich auch möglich die Parkplätze auf der Kirchseite – zumindest werktag vormittags – zu sperren. Bei einer facebook Diskussion heute Nachmittag war dies auch als Lösungsmöglichkeit gesehen worden. Bei der Begehung selber hatte ich den Eindruck, dass dies aber nicht mehrheitsfähig wäre, denn irgendwo müssen die Autos dann ja dennoch hin und Parkplatzknappheit würde unter Umständen woanders aufkommen.
Ich glaube, wenn es wirklich ein Problem an der Stelle gibt, wäre dies für mich der sinnvollste, weil finanziell effektivste und schnellste Weg. Bei größeren Baumaßnahmen würde ich mich immer fragen, ob die 30 vielleicht 40 Minuten am Tag dies rechtfertigen. Ich halte es für richtig, dass man Menschen auch noch eine gewisse Form gesunden Menschenverstands abverlangt und nicht umsonst ist der Grundsatz der Straßenverkehrsordnung die gegenseitige Rücksichtnahme. Wenn die Straße dicht ist, sollte man sein Kind vielleicht doch lieber einige Meter laufen lassen oder eben warten. Sturrköpfigkeit bringt ja keinem etwas. Bisher gab es aber auch noch keine offiziellen Beschwerden und klar, es ist vielleicht unbequem, aber solche Engstellen findet man im Gelsenkirchener Straßennetz immer wieder – vielleicht sogar mit dringlicherer Problemlage als am Gauß. Wenn man hier nun groß aktiv werden würde, würden andere Stellen – vollkommen zu Recht – fordern, dass genauso gehandelt wird.
Um nicht missverstanden zu werden: Wenn es Probleme gibt, wenn Risiken für Kinder oder generell Verkehrsteilnehmer existieren, muss sofort gehandelt werden. Da gibt es keine Kompromisse. Ich frage mich nur, ob die Situation am Gauß wirklich so gravierend ist. Momentan plädiere ich deshalb ein wenig dafür den Status quo zu behalten, sofern nicht noch eine einfache gute Lösung gefunden wird.
Ich werde aber nach den Sommerferien wohl einen Frühspaziergang unternehmen und mich vor Ort nochmal umgucken am frühen Morgen. Und wenn ihr Anmerkungen, Anregungen oder Beobachtungen dazu habt (oder dabei sein wollt
), dann immer her damit. Spätestens bei der nächsten Sitzung im September kann ich dann auch entsprechende Fragen an die Verwaltung stellen. Weitere Berichte folgen dann in Spätsommer / Herbst.






