Neue Chefs
by Patrick • 8. Juni 2012 • Parteileben • 0 Comments
Ganz vergessen, aber seit letzter Woche habe ich neue Chefs. Mit etwas weniger Hierarchie ist einfacher gesagt, dass wir bei unserer Jahreshauptversammlung letzte Woche Mittwoch einen neuen Vorstand gewählt haben. Hier zu dem Punkt unsere Pressemitteilung:
Fünf Frauen und vier Männer – Der neue Vorstand der GRÜNEN
Bei ihrer Jahreshauptversammlung am Mittwochabend haben die GRÜNEN ihren neuen Vorstand gewählt. Bis auf zwei Ausnahmen war der bisherige Vorstand wieder komplett angetreten: Aus beruflichen Gründen hatten sich die Beisitzer Robert Zion und Claudia Menzel-Johänning aus dem Vorstand zurückgezogen. Trotz dieses Ausscheidens freuen die GRÜNEN sich über einen kompletten und quotierten Vorstand.
Der geschäftsführende Vorstand blieb unverändert: Vorstandssprecher bleiben die ehemalige ver.di Geschäftsführerin Barbara Oehmichen und Fabian Klose, der an der evangelischen Gesamtschule in Bismarck unterrichtet. Susanne Helmke ist als Schriftführerin betätigt worden und Wolfgang Küppers kümmert sich weiter um die Finanzen des Kreisverbandes.
Adrianna Gorczyk und Paul Humann bleiben dem Vorstand als Beisitzer erhalten. Neu hinzu kommen Jamaina Will, Songül Civi und Harald Hoyer.
Weitere Punkte bei der JHV waren auch einige Satzungsänderungen. Neben einigen Kleinigkeiten waren insbesondere die Abschaffung des Kreisschiedsgerichts und der Wiederwahlbeschränkungen beim Vorstand größere Punkte. Das Kreisschiedsgericht hatten wir 2002 eingeführt, aber seitdem nie genutzt und zunehmend auch Probleme bei der Besetzung gehabt, so dass wir im Fall der Fälle auf ad-hoc Vermittlungen im Kreisverband setzen sollte dies nötig werden oder das Landesschiedsgericht heranziehen bei politischen Entscheidungen. Die Wiederwahlbeschränkung für den Vorstand sah vor, dass Mitglieder des Vorstandes nur einmal wieder gewählt werden können – es sei denn die Jahreshauptversammlung beschließt eine Ausnahmeregelung mittels 2/3 Mehrheit. Diese Ausnahme war – und wäre auch bei allen Wiedergewählten wahrscheinlich – eher die Regel geworden und damit nur ein Relikt aus den Zeiten, als die Rotation noch machbar und sinnvoll erschien. Wer mag kann sich die neue Satzung hier herunterladen.
In den Gründungsjahren war die Rotation in der Art vorgesehen, dass nach einigen Jahren die bisherigen Amts- und Mandatsträger ihren Platz für neue Personen räumen. So sollte Ämter- und Mandatshäufung und einem Berufspolitikertum vorgebeugt worden. Als ich bei den GRÜNEN eingetreten bin, war dies schon Geschichte und das m.E. auch zu Recht: Die Welt ist zunehmend kompliziert worden und gerade für Abgeordnete ist eine Einarbeitung in die Fachthemen ist Zeit von nöten. Alle zwei oder auch nur vier Jahre jemand neuen einzuarbeiten lässt viel Fachwissen verloren gehen. Und eine Bodenhaftung bekommt man ja auch anders hin – nicht zu unrecht wurde im Wahlkampf angemerkt, dass die Besuche unserer “Promis” Sylvia Löhrmann oder Verena Schäffer nichts besonderes wäre, da sie sowieso öfter in Gelsenkirchen wären.
Und gerade für den Vorstand ist es auch nicht so, dass man sich in Gelsenkirchen hier um die Posten prügeln würde. In diesem Jahr haben wir zum ersten mal seit langem einen vollständigen Vorstand mit 9 Personen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in diesem neuen Team und damit auf meine neuen Chefs, die eben eher Kollegen als Chefs sind







