Baumfalltour 2012

Jedes Jahr geht es einmal durch den Bezirk, wo die von Gelsendienste vorgeschlagenen Baumfällungen begutachtet und erklärt werden. Dies ist in der Regel unproblematisch, denn Baumfällungen werden bei Gelsendienste zum Glück sehr kritisch gesehen und sowohl Begründungen wie auch Nachpflanzungen sind nachvollziehbar. Bei den den letzten zwei Fahrten gab es von mir keine größeren Beanstandungen – und auch heute gab es zwar Bauchschmerzen, aber keine anderen Sichtweisen. Hier mal dargestellt welche Standorte wir heute angefahren haben und welche Bäume auf der Liste stehen.

 

Im Kerkenbusch

Der erste Station war Im Kerkenbusch, direkt an der Hinterseite unseres Parteibüros, wenn man so will. Dabei geht es im Prinzip eigentlich um einen unstrittigen Baum, dessen Krone abgestorben ist und von daher nicht mehr wirklich lebensfähig ist:

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Interessant war aber auch die Situation generell in der Straße, denn weiter hinten stehen einige Bäume, die die Straße und auch die Wohnungen verdunkeln. Direkter Handlungsbedarf wegen der Bäume besteht nur begrenzt bei den Bäumen, dennoch kam die Frage auf, ob man hier mit anderen Bäumen für mehr Licht sorgen kann. Wichtig dabei wäre für mich aber auch eine Einschätzung und die Wünsche der Bevölkerung vor Ort.

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Es gibt auch Überlegungen im Rahmen des vorhandenen Spielplatzes größere Bäume zu pflanzen, um diesen dadurch etwas aufzuwerten.

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Kirchstraße

Der nächste Baum war nicht so weit entfernt, nämlich an der Kirchstraße, Ecke Bismarckstraße direkt am Friedhof. Und das ist ein Baum, bei dem einem das Fällen wirklich schwer fällt, aber eine andere Vorgehensweise wird es leider wohl kaum geben können. Zunächst einmal der Blick auf den Baum:

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Noch deutlicher wird die Bedeutung der 60-70 Jahre alten Roßkastanie wahrscheinlich bei einem Foto von weiter weg:

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Man sieht, dass er quasi eine Einfahrt zu diesem Teil der Kirchstraße bietet, die zwischen den beiden Friedhöfen lang führt. Das Problem bei dem Baum sind die entsprechend kräftigen Wurzeln, die die Mauer des Friedhofs, aber vor allem auch den Gehweg gefährden. Gerade beim Friedhof sind aber auch häufig ältere Menschen mit Rollator und Gehschwierigkeiten unterwegs, was dies dann entscheidend macht.

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Ich tue mich schwer mit diesem Baum, aber sehe keine wirkliche Alternative. Die einzige Möglichkeit wäre es den Gehweg wegen der Verkehrssicherheit zu schließen und ob man dies älteren Menschen zumuten kann im Bezug auf den Friedhof erscheint mir in der Abwägung dann schon schwerwiegender. Gelsendienste hatte auch versucht zu erreichen, dass man den Friedhof entsprechend um einen Weg auf der anderen Seite verkleinert, was aber angesichts von Toten und Ruhepflicht an der Stelle nicht möglich ist.

Stattdessen wurde vor Ort überlegt auf einer nahestehenden Fläche einen entsprechend großen Baum (über die Zeit) dort anzupflanzen. In dem Bild ganz oben wäre dies der kleine Baum links im Bild, der ebenfalls gefällt werden muss. Er ist durch den größeren Baum schief gewachsen und würde bei einer Fällung einen stärkeren Wind nicht überstehen.

Schalker Straße

Auch bei der letzten Station an der Schalker Straße im Bereich zwischen Grillostraße und Gewerkenstraße ist die Entscheidung nicht leicht:

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Die drei Bäume sind zwar schräg, aber das ist kein Problem. Zumindest nicht direkt. Die Bäume sind über Jahre von den Häusern weg und Richtung Mitte gewachsen. Um das entsprechende Gegengewicht aufzubauen wachsen die großen Wurzeln in erster Linie zur Seite und nach hinten, also auf den Gehsteig.

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Bei den Parkplätzen musste schon an den Wurzeln zurückgeschnitten werden, weil sie nicht mehr nutzbar waren. Dies geht nach hinten nicht. Der Bürgersteig wölbt sich zwar nur leicht, aber auch dies kann zu Problemen führen. Problematischer ist aber, dass durch diese Schräge das Wasser bei Regen in die Keller der Häuser fließt. Auch hier scheint bei aller Schönheit, die ein solches Blätterdach der Straße bringt, keine andere Möglichkeit zu existieren, um dieses Problem zu lösen. Es wird eine entsprechende Ersatzbepflanzung geben.

Weitere Standorte

Weiterhin stehen auf der Liste – ohne Angefahren worden zu sein:

  • Tannenbergstraße (gegenüber Hausnummer 13) – Pilzbefall (o.E.)
  • Wilhelminenstraße (Hausnummer 120) – Abgängig
  • Boniverstraße (gegenüber Hausnummer 6) – Abgängig (o.E.)
  • Husemannstraße (Hausnummer 75) – Stammschäden (o.E.)
  • Von der Recke Straße (Hausnummer 6,8,15-17) – Schwamm, Verkehrsgefährdung, Abgängig
  • Emilienstraße (Hausnummer 6) – Schwamm, Abgängig
  • In der Luchte / Freiligrathstraße (Hausnummer 35a) – Stammschäden, Schrägstand
  • Am Rosenhügel (Hausnummer 3) – Abgängig
  • Laarstraße (Hausnummer 35) – Verwurzelung auf Gehweg und Zufahrt

Die Hausnummern geben immer die entsprechende Position in etwa an. Bei weiteren Fragen – insbesondere wenn es keine Nachplanzung (= ohne Ersatz o.E.) geben soll, helfe ich gerne auf Nachfrage weiter.

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